Startseite
  Über...
  Archiv
  Übungen
  Hörbeispiele
  Hausordnung
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   circlesinging.myblog
   DIO
   CD Circlesongs
   CD Flight
   Gröger Loopsongs
   singende Pferde
   myDrive



http://myblog.de/labor-d

Gratis bloggen bei
myblog.de





ab jetzt alles unter circlesinging.myblog.de

Dieser Labor-D Blog wird ab jetzt auf http://circlesinging.myblog.de/ fortgesetzt und alle bisherigen Einträge und Inhalte dorthin übertragen.

Abonennten bitte dort neu abonnieren unter http://circlesinging.myblog.de/circlesinging/abo
Frank am 8.12.11 14:54


11.12.2011 — nächstes Circlesinging auf Hombroich, Neuss

Circlesinging auf der Museumsinsel Hombroich
Minkel 20, 41472 Neuss-Holzheim

10:45 Uhr – erste Session im Turm

12:00 Uhr – Brunch in der Cafeteria

13:00 Uhr – zweite Session in der Konzertscheune
oder, falls geschlossen, im Tadeusz Pavillon

Leitung: Frank Ebeling
Die Teilnahme an den Circlesinging-Sessions sind kostenlos aber jeweils auf maximal 16 Teilnehmer begrenzt. — Gesangserfahrung bei den Teilnehmern sollte vorhanden sein. Museumseintritt 15,- inkl. ganztägiger Beköstigung.

Anmeldung bitte über eMail an Frank Ebeling, Labor D
Frank am 17.11.11 16:12


Improvisieren kann man üben !!!

Wer sich zu Hause etwas mit Improvisation und Solo beschäftigen und darin an Sicherheit gewinnen möchte, der kann das zum Beispiel über dieses Loop-Playback machen.

Natürlich auch über einen der vielen anderen Riff-Loops und Vamp-Loops unter Hörbeispiele oder Übungen

Ich habe dieses Stück letztens schonmal auf Hombroich anklingen lassen und möchte bei einer der nächsten Sessions gerne nochmal daruf zurückkommen.

Übungs-Anregungen:

Vielleicht erst nur einen Ton dazu summen. –

Dann zwei, drei Töne summen. – Damit ein kleines Motiv entwickeln und es versuchen zu wiederholen. –

Pausen lassen. Dabei immer wieder auf's Playback hören. –

Was war euer erster Ton zu Anfang? – Kehrt zu diesem Ton immer mal wieder zurück. – Versucht ihn euch zu merken, ggf mit Stimmpfeife.

Wie war noch das Motiv von eben? – Könnt ihr es erinnern und nochmal wiederholen? –

Wenn ja, das Motiv jetzt in jeder Wiederholung etwas abändern und variieren – und es auf wechselnde Vokale und Konsonanten singen – dann wieder zum Ursprungsmotiv zurückkehren.

Stellt euch euren ersten Ton oder euer Ursprungsmotiv wie euer Zuhause vor, wie einen Hafen, von dem ihr in die offene See stecht und zu dem ihr wieder zurückkehrt.

Hört euch in den Rhythmus des Stückes hinein. – Stellt euch den Groove wie Wogen vor, auf denen ihr surfen könnt. – Spührt jede einzelne Welle, jeden Gischtsprizter. Werdet mal zum Wellenbrecher, dann wieder zum Wellengleiter.

Hört die Dynamik des Stückes. – Arbeite selbst mit Dynamik. – Werdet ganz leise. – Dann wieder lauter. – Haltet inne, gönnt euch Pausen, lasst eure Atempausen zu musikalischen Ereignissen werden. –

Blendet das Playback wärend eures Solos vielleicht mal sanft aus und singt ohne Playback weiter.

Findet einen Schluß. – Beendet euer Solo bewußt. – Gestaltet es.
Frank am 24.11.11 21:39


25.11.2011 — Labor Dirk

19:29 Uhr in Düsseldorf Rath

Interessenten bitte über Blog-Kontakt melden. Weitere Info folgt dann.
Frank am 17.11.11 16:10


13.11.2011 — Circlesinging auf Hombroich, Neuss



Circlesinging auf der Museumsinsel Hombroich
Minkel 20, 41472 Neuss-Holzheim

Bitte an diesem Sonntag jeder einen leeren Schuhkarton mitbringen. – Ob Garbor, Romika oder Salamander – Marke ist egal.

10:45 Uhr – erste Session im Turm

12:00 Uhr – Brunch in der Cafeteria

13:00 Uhr – zweite Session in der Konzertscheune
oder, falls geschlossen, im Tadeusz Pavillon

Die Teilnahme an den Circlesinging-Sessions sind kostenlos aber jeweils auf maximal 16 Teilnehmer begrenzt. — Gesangserfahrung bei den Teilnehmern sollte vorhanden sein. Museumseintritt 15,- inkl. ganztägiger Beköstigung.

Anmeldung bitte über eMail an Frank Ebeling, Labor D
Frank am 6.11.11 21:42


30.10.2011 — Circlesinging Hombroich

Circlesinging auf der Museumsinsel Hombroich
Minkel 20, 41472 Neuss-Holzheim

10:30 Uhr – erste Session im Turm

12:00 Uhr – Brunch in der Cafeteria

13:00 Uhr – zweite Session in der Konzertscheune
oder, falls geschlossen, im Tadeusz Pavillon
Frank am 17.10.11 18:11


5.10.2011 — Luis beim Montreux Jazz Festival

Einige von Euch waren dabei, als Luis Regidor im Frühjahr zu Gast beim Circlesinging auf Rikes Bauernhof war.

Er hat mir die Tage gemailt, dass er im Rahmen des Montreux Jazz Festivals bei der SHURE MONTREUX JAZZ VOICE COMPETITION mit Quincy Jones als Präsident der Jury den zweiten Preis gewonnen hat und jetzt wieder in Düsseldorf ist.

Hier sein Video von Montreux

Und hier noch zwei andere YouTube-Videos mit ihm:

Blackbird

I've got you under my skin

My funny valentine

Sunrise-Quartett
Frank am 17.10.11 19:45


16.10.2011 — Circlesinging auf Hombroich

Circlesinging auf der Museumsinsel Hombroich
Minkel 20, 41472 Neuss-Holzheim

10:15 Uhr – erste Session im Turm

11:45 Uhr – Brunch in der Cafeteria

12:30 Uhr – zweite Session in der Konzertscheune
oder, falls geschlossen, im Tadeusz Pavillon

14:00 Uhr – Ende

Die Teilnahme an den Circlesinging-Sessions sind kostenlos aber jeweils auf maximal 16 Teilnehmer begrenzt. — Gesangserfahrung bei den Teilnehmern sollte vorhanden sein.

Anmeldung bitte über eMail an Frank Ebeling, Labor D
Frank am 20.9.11 14:59


Frank am 20.9.11 14:59


18.9.2011 — Circlesinging Hombroich

12:00 Uhr Graubner-Pavillion:
— angeleitete Circlesongstrecke mit Einführung von Dirigatzeichen.
— Vornamen-Improvisationen. Der zunächst besungene Namensgeber hat im Verlauf die Möglichkeit, per Dirigat, einzelne Stimmen, wie an einem Mischpult hervorzuheben oder auszublenden.

13:30 Uhr Konzert-Scheune:
— Circlesong-Strecke mit wechselndem Anleiter
— Motiv-Circlesong in Anlehnung an das Stück "Looking For" von U2. Das Stück steht in der Tonart A-Dur. Das Grundpattern besteht nur aus einer Note. Die eine Sektion singt das Pattern im Grundton (A). Die andere Sektion singt das Pattern als Quinte (E). Das zieht sich durch das gesamte Stück. Da die Terz noch nicht festgelegt ist, hat der Solist viele harmonische Möglichkeiten, über diesen Grundton-Quint-Teppich Melodielinien zu legen.
— Kleine Einführung in die verschiedenen Tonleitern, der klassischen sogenannten Kirchentonleitern, die Basis für alle Musikstile auf der ganzen Erde sind. (Ausnahme sind Gamelan-Tonleitern, weil sie sich nicht von den Oberton-Verhältnissen schwingender Luftsäulen bei der menschlichen Stimme und bei allen sonstigen Intrumenten der westlichen und östlichen Welt herleiten.)
— Intonationsübung am Beispiel der Lydischen Dur-Skala. Auf welcher Stufe der Dur-Tonleiter ("alle meine Entchen") verschiebt sich der Ton um einen Halbton? Tonleiter singend an den Fingern abzählen. Den vierten Skalenton um einen Halbton erhöhen (#4). Skala so rauf und runter singen, damit sich der Gesamtklang, die Klangfarbe der Skala, wie die Farbstimmung eins Gemäldes einprägt. Auch mal in dieser Skala "alle meine Entchen" und andere gängige Kinderlieder singen. Frei Improvisieren in dieser Skala.
— Circlesong in lydisch aufbauen. Bässe bekommen wie "Looking For", ein Pattern aus Grundton und Quint. In diesem Fall in einem Bossanova-Groove. Darüber läßt sich mit allen Skalen (bis auf Lokrisch) improvisieren. Die Alt und Sopran-Stimmen bekommen eine Phrase, in der dann die erhöhte vierte Stufe 4# u.a. auftaucht. Damit ist das Skalen-Material wie ein Geländer markiert um darüber in lydisch zu improvisieren. Es lohnt sich während des Improvisierens immer wieder mal die Tonleiter Stufe für Stufe rauf und runter zu singen, um sich des zur Verfügung stehenden Tonmaterials zu vergewissern.
— An dieser Stelle kann ich das Übungsbuch mit CD Hear It and Sing It von Judy Niemack für 12,90 EUR wärmstens empfehlen.

16:00 Uhr Turm:
onedownthirddownfifthup: Ausgehend von einem Dur-Dreiklang haben die Grundtonsänger die Option, einen Halbton zu erniedrigen, die Terzsänger die Option einen Halbton zu ernierdigen und die Quintsänger die Option, einen Halbton zu erhöhen. Daraus ergeben sich acht mögliche unterschiedliche Dreiklänge. Hier bildet sich in exemplarischer Weise die Kompositions-Regel der minimalen Bewegung mit maximaler Wirkung ab. Wenn das Ganze intonationssauber tönt, kann ein Sänger darüber ggf. noch solieren. Oder Zuhöhrer lassen sich in der Mitte von den subtilen harmonischen Wendungen überströmen. — An dieser Stelle nochmal einen großen Dank an Gabriele Hasler, die uns mit dieser genialen Gehör- und Intonations-Übung, übernommen aus Dietmar Bonnen's Komposition "Michelangelo", bekannt gemacht hat.
Frank am 23.8.11 09:52


17.9.2011 — Labor Alexandria

1. Harmonisches Warmup-Tönen: Modulationen über Leitton-Interventionen — Regel der "Kleinen Bewegung": Wenn einer gerade verändert und beginnt in neues Material überzuleiten, bleiben die anderen solange unverändert in ihrem Ton.

2. Dur-Dreiklang-Tönen: dabei auf besonders saubere Terz und Quint und Blending achten — Ist zum Beispiel mein Tönen auf "uuu" vielleicht doch noch anders gefärbt, als das "uuu" der anderen?

3. Dur-Dreiklang-Tönen: Die Grundtonsänger haben die Option, einen Halbton zu erniedrigen, die Terzsänger haben die Option einen Halbton zu ernierdigen und die Quintsänger haben die Option, einen Halbton zu erhöhen: 1b—3b—5# (Übernommen aus Dietmar Bonnen's Komposition "Michelangelo")

4.
Three-Face-Front: aneinandergereihte Vokal-Impro-Miniaturen, ohne sich dabei anzuschauen, sich aber dafür gegenseitig um so mehr ganz Ohr zu sein. — "taubenblau, kalkweiß, beige,..."

5. "Stand By Me": Acappella Trio-Test — Bassfigur mit Vocalpercussion, Lyricgesang, Harmony-Backingvocals —Arrangement on the fly, Rollentausch on the fly, Vorlagen-Beispiele: The DriftersTrespella

6. Cooldown-Soli über einen Skalenmodus zu einem Playalong aus Judy Niemacks CD Exploring Modal Jazz
Frank am 20.9.11 12:16


1.9.2011 — Labor D im Studio, Moers

Asberger Str. 100, 47441 Moers, tel 02841 505053,
Donnerstag 19:00 Uhr im Studio Moers bei Frank:

– Welche Möglichkeiten bietet Sängern die heutige Bühnen- und Studiotechnik?

– Singen mit Mikrofon.

– Klangveredlung der Stimme als Erlebnis und Ermutigung.

– Jeder bekommt an diesem Abend die Möglichkeit, in einer Zweier-Session mit mir als Aufnahme-Assistent einen eigenen Circlesong im Overdub-Mehrspur-Verfahren in Studioqualität einzusingen, aufzunehmen und als MP3-Demo mit nach Hause zu nehmen.

– Wie kann ich mit überschaubarem finanziellen Einsatz diese Technik für mich nutzen.

– Simulation eines Live-Acappella-Bühnen-Circlesingings und Soundcheck mit Einzelmikrofonierung, Kanal- und Summeneffekten und Inear-Monitoring im Vergleich mit Lautsprecher-Monitoring.

Bitte jeder einen Kopfhörer mitbringen.
labor-d am 6.8.11 14:43


21.8.2011 — Circlesinging Hombroich

11:00, Cafeteria:

Einführung in die Methodik und Haupt-Stichworte für erstmalig Teilnehmende:

Rhythmus: körperlich erfassen durch Bewegung, Beats mit den Füßen gehen, 16tel Hand-to-Hand auf dem Oberkörper tippeln, oder sonstwie rhythmisch bewegen.

Hinhören: (listen and you can hear), sich und dem Anleitenden dabei Zeit geben, beim Erfassen der Phrase, der Silben, der Melodie, des Sounds.

Blending: Sektion klingt wie aus einer Kehle, ein homogener Sound, jeder hört jeden, in den Backingvocals vorzugsweise weich, sanft, samtig, mit viel Hauch und Luft gesungen, wie ein Wiegenlied, aber ohne an Intensität und rhythmischer Genauigkeit zu verlieren.

Dirigat-Zeichen: - "noch nicht mitsingen, nur zuhören" - "so weitermachen" - "lauter/leiser" - "Achtung" - "Stop"

Eigen-Verantwortung: Präsenz für das musikalische Geschehen möglichst zu jeder Zeit (auch während Breaks und Stops innerlich mitgehen), Team- und Support-Bereitschaft.

12:00, Konzert-Scheune:
— Unisono-Pattern zur Erprobung von Dirigatzeichen und als Grundlage für Soli
— freies Circlesinging mit wechselnder Anleitung

13:30, Graubner-Pavillion:
— Impro-"Oratorium" – Duett mit Chor-Begleitung (-Unterstützung, -Verstärkung, -Akzentuierung, -Einwürfen, -Kommentaren und -Zitaten strukturiert per Dirigat)
— freies Circlesinging mit wechselnder Anleitung

15:30, Schnecke:
— Circlesong "Doit" mit Soul-Funk-Backingvocals
— Freier Circlesong im Gospel-Blues-Feeling,
— Pygmy-Duett

17:00 Tadeusz:
— Circlesong mit orientalischem Flair "Na-i-jen-Gom-be-Du-na-hije"
— Pygmy-Staccato-Circle

Kommentar von Doris
Frank am 6.8.11 13:58


7.8.2011 — Labor Alexandria 15:00

1. One-Note-Pendel im Duett:
Der eine Partner beginnt einen Ton regelmäßig, wie ein Metronom, zu wiederholen. Der andere kommt mit einem anderen Ton synchron dazu. — Jetzt wechselt den erste Partner jeweils nach 8 Tönen die Tonhöhe. Nach dessen ersten 4 Tönen wechselt der zweite Partner seine Tonhöhe und wiederholt diesen neuen Ton 8 Mal. Immer weiter, so dass nach 4 Tönen die Tonhöhe wechselt, mal bei dem einen, mal bei dem anderen Partner. — So einige Minuten verbringen und hören, was passiert. — Dann Tempo, Anzahl der Wiederholungen und Länge der Töne variieren.

2. Aus dem Pendel-Duett bewegen sich beide langsam in die freiere Improvisation, ohne gegenseitige Bindung, die sich durch die vorher prktizierte Spielregel ergeben hat zu verlieren.

3. Arpeggio-Duett:
Einer der Partner repetiert rhythmische kleine Arpeggios (von arpa – Harfe), der andere reagiert mit passenden Tönen.

4. Duett-Improvisation in der Manier einer Bach-Fuge. — Zunächst mit wenig Material- und Harmoniewechsel arbeiten. Kadenz-Orientierung einhalten, genau auf den anderen hören und blitzschnell reagieren.

5. Recorder-Zufall-Loops:
Eine Strecke mit völlig frei intonierter Improvisation und Lautmalerei wird aufgenommen. Diese Aufnahme wird über Lautsprecher abgespielt. — Durch willkürliches setzen von A-B-Markern in der Abspielstrecke entstehen Zufall-Schleifen, die zwischen A-B loopen. Diese Loops dienen als Vorlage für einen Circlesong. — Es gilt das geloopte Zufallsmaterial – mag es noch so skuril daherkommen – zunächst anzunehmen und es ernstaft und aufmerksam nachahmend zu repetieren und es dann gegebenenfalls deutlicher zu rhythmisieren, zu musikalisieren, zu akzentuieren und im Ausdruck zu steigern. — Diese Zufallsquellen liefern neue Anregungen und Ergebnisse und führen u.a. oft zu ungewöhnlichen ungeraden Rhythmen.
labor-d am 24.7.11 21:12


5.8.2011 — Labor D

18:57 Uhr bei Dirk in Düsseldorf-Rath,
diesmal mit Gregor Bohnensack als Gast-Dozent aus Münster.

REVIEW:

1. One-Minute-Duett-Staffel

2. Trio-Staffel (max 3 gleichzeitig)

3. Orchestra
Sänger 1: Grundmotiv
Sänger 2: Rhythmus-Motor
Sänger 3: Gegenmotiv
Sänger 4: Legato Harmonie
Sänger 5: Legato Harmonie2
Sänger 6: Solist und Steuermann für Dynamik, Ein-/Ausblendungen und Abschluß.

4. Aufbau eines Orchestra-Circlesongs mit dem Looper im Helicon VoiceLive Touch

5. Stimmveredlung mit Mikrofon über den VoiceLive Touch mit seinen Channelstrip-Effekten in Studioqualität. — Beispiel unprocessed und processed

6. Rezitat-Expressions-Übung, angeleitet von Gregor:
Zweizeiler-Zitat aus "Deutsche Gedichte" —
neutral gesprochen — mit Betonungen und Akzentuierungen gesprochen, hintereinander, übereinander — mit Rhythmisierungen, Dynamisierungen, Vertonung, Verkürzung, Zerhackung, Resampling — Solos — Duette — schlummernde Möglichkeiten?

7. Call-Response und Solo über Drone
Wohin die Reise dabei gehen kann, zeigen Live-Konzert-Beispiele, wiedermal mit Bobby McFerrin, der hier über einen Dronen-Ton, den das Publikum summt, soliert: Arabien-Scale-Solos over Drone
labor-d am 26.7.11 11:22


5.8.2011 — Bohnensack/Ebeling, Hombroich

Bespielbare Skulpturen –
Improvisierte Musik
auf der Museumseininsel Hombroich
in Neuss Holzheim



5. August 2011-08-1: Frank Ebeling (Moers) trifft auf Gregor Bohnensack (Münster). — Ort der Begegnung ist der Turm, eine begehbare Skulptur von Erwin Heerich. Der Turm markiert eine Wegkreuzung. Vier Kieswege führen zu den vier Glastüren des Gebäudes. Frank Ebeling singt. Im Anfang war Gesang, so scheint es. Bohnensack bläst Jagdhorn. Die Kaninchen des Kunstparks im Gebüsch horchen auf. Luftschlangen-übungen im Turn. Sänger und Bläser wissen: Atmen ist die Basis der Tonbildung. Stimmen überlagern sich, vermischen sich, gehen über Kreuz. Der Turm ist ein Kreuzweg. Zischen aus dem Metall des Horns. Röcheln, Grenzlanderfahrung für Kehlköppe.

„MACHT DIE MAUER AUF!“ Nicht mehr mauern, sondern klingen lassen. Musik mit Daten der Geschichte verbinden. Klangtupfer. Offenheit der Kunst: Menschen kommen und gehen. Es wird geflüstert, erklärt und diskutiert. Jede Stadt braucht solche Räume.

Ebeling singt mit traumwandlerischer Sicherheit. Der Raum, dieser Turm, scheint sein erweitertes Wohnzimmer zu sein. Heerich im Quadrat. Der leere Raum wird Schicht für Schicht verklanglicht. Hans Arp und Kurt Schwitters hören vom Labyrinth aus zu. Es grüßt die Dada-Messe (1920) in Berlin. Thomas Kling, Dichter aus der Raketenstation, hat ganz in der Nähe gelebt, geschrieben und Kaffee getrunken. Seit 2005 ist er tot. Die Gänse wissen noch vom ihm zu schnattern.

Der Turm: dieses Fadenkreuz, den man über die Kieswege erreicht. Der Kies murmelt einem die Ohren zu, wenn man durch die Anlage läuft. Ebeling lässt Skalen in den Luftraum entweichen. Es ist eine raketenbefreite Zone. Bohnensack entlockt seinem Horn spitze Schreie, indem er das Mundstück küsst. Ist das noch Musik oder schon Luftverkehr?

Klangforschung 1: Ebeling spielt mit Kieselsteinen, lässt sie zu Boden fallen.

Klangforschung 2: Bohnensack drückt das Jagdhorn gegen die Wand.

Klangforschung 3: Laute wie „NOHOHOHO“ und SO...SO... SIEH werden in die Welt gesetzt und verschwinden wieder. Es sind Klänge vom Grenzweg: Ein 30 Minuten-dialog im Schatten der Staatsschuldenkrise. Menschliche Laute, manchmal auch raubtierhart, eine Rachenwarnung. Grenzgängermusik vom Kiesweg. Ein großes MUUHH, eine Langzeitzirkulation jenseits der Arbeitsagentur. Sauerstoffzufuhr statt CO2-Berieselung durch die Unter-haltungsindustrie.

Blick der Musiker durch die Glastür. Begrünte Landschaft im August. „Du sollst auf den Wegen keine Blumen stückeln.“ (Merkblatt des Museums für die Versucher). Wechselspiel zwischen Innen und Außen. Türen schwingen. Es ist ein Kommen und Gehen in Welt und Musik. SINGSANG der Augenblickskünstler, bei Wasser und Rosinenbrot in den Turm gesperrt. Hölderlin isst mit. Beethoven meldet Bedenken an.

Eines der TurmStücke nennt Ebeling Musketiere. Bohnensack ohne Jagdhorn in tiefen Gesangslagen. Ebeling schwingt sich auf. Stimmen wie Kirchweih. Fließgeräusche. Choralsaft. Parallelgesang. Pause. Erneuter Einsatz für Deutschland. Gotteslob ohne Gott, aber europäisch. Generalpause. Anschwellender Bocksgesang. Leiser werdend. Vereinzelte Wolken am Himmel. Klatschende Hände. Im Graubner Pavillion: Räume wie zwei Schalentiere. Verschiedene Materialien zum Klingen bringen. Ex-perimente speichern. Bohnensack holt seine Taschen-Trompete aus dem kleinen Koffer, der wie eine Kos-metiktasche aussieht. Doch es geht nicht um Gesichts-feldpflege. Die schwarzen Tröte wirft Echos. Trompetenbelagerung.

Ebeling überlistet den Raum: Klare Töne. Wenig Hall. Er zähmt Rhythmus und Melodie. Ein disziplinierter Performer, der den Oberkörper mit seinen Händen rhythmisch beklopft. Körpermusik entsteht, der Mann bewegt sich wie ein Schamane aus dem Stamm der Beuysianer – auch Ebeling kommt vom Niederrhein. Er schreitet durch den Raum, schlägt die Blechschüsseln, die er unterm Hemd trägt. Er ist Graubners Magier. Ein rotes Plastikrohr über den Kopf schwingend, erzeugt er Heultöne. Man ist bei den Wölfen angekommen. Ebeling als sanftes Raubtier. Es klingt nach sibirischer Sinfonie. Die Glasfront erinnert an den Zoo. Füttern verboten, aber die Zuhörer schauen und lauschen dennoch. >Mitschnitt 2

Die Schnecke: Hier findet Ebeling endlich eine Stromquelle für seine Kaossmaschine. Bohnensack greift wieder zum Jagdhorn. Stiche von Rembrandt hängen an den Wänden. Kleine Arbeiten, die man stehlen könnte. Keine Aufsicht im Raum. Keine Kontrolle. Das beflügelt die Musiker. Bohnensack jagt das Horn mit müden Lippen. Sich mit Rembrandts Kaltnadel messen. Ebeling speichert die Klänge und verfremdet sie. Perkussive Momente der Maschine im Atemstrom des alternden Blechbläsers, der sein Mundwerkzeug im Posaunenchor an den Chorälen Bachs geschult hat: „So nimm denn meine Lippen und führe mich.“

Ebeling kniet für vor seiner Kaossmaschine, die er mit zwei Boxen verbunden hat. Bei ihm pulsiert jetzt die Elektronik. Mikrochips ersetzen die kalte Nadel. Die Apparatur dehnt die Zeit, vermag aus einer Mücke einen Elfanten zu machen. – Bohnensack hingegen bläst heißblütig und schnaufend wie die Jäger; er kommt aus der Urzeit. Spontantexte kommen ins Spiel: Grautöne der Fenster zum Schutz von Altmeister Rembrandt. Situationsbeschreibung an einem Museumstag im August 2011. Milchiges Dunkelwort, aber die Improvisation bringt Licht: Die Schnecke bebt. >Mitschnitt 3

Text: Gregor Bohnensack
Frank am 22.8.11 16:52


24.7.2011 — Circlesinging Hombroich

12:00, Turm:
— freie Acappella-Orchestra-Sessions "jeder hört jeden" mit wechselndem Solo-Intro, aus dem sich das Thema/Motiv ergibt. — Solo über Bordunton.

13:00, Schnecke:
— Kurze Einführung in die Kirchentonleitern (siehe unter > Übungen > Gehörbildung > Tonleitern), als Möglichkeit, mit verschiedenem Skalenmaterial über einen Bordunton zu improvisieren. — Gruppe stärkt Solo-Pattern durch Blending im Rücken des Solisten.

15:00 Tadeusz oben:
— Circlesong Grace (die Noten zum Download findet Ihr im Circlesong-Loop-Paket unter Hörtips, dort sind auch alle anderen Beispiele gesammelt)

16:00, Weiße Laube:
— Improvisieren über einen Bordunton mit kleinen Phrasen auf Harmonisch Moll (entspricht den arabischen Skalen "Nahauand" und "Hudjas") per Call & Response.

17:00, Graubner:
—Moment-Circlesong — One-Minute-Duetts — One-Note-Groove-Duetts

18:30, Turm:
— freie Abschluß-Orchestra-Sessions
Frank am 14.7.11 15:17


23.7.2011 — Labor Alexandria

Overdub-Loop-Sessions mit dem Helicon VoiceLive Touch.
labor-d am 23.7.11 09:28


8.7.2011 — Circlesinging Raketenstation

19:00 Uhr offenes Circlesinging und Vokalimprovisation zum Mitmachen in der Skulptur von Katsuhito Nishikawa. Raketenstation Hombroich 1 , 41472 Neuss. kostenlos.

1.
Generelle Fragen, die beim Circlesinging auftauchen können:

Wie weit bleibe ich aufmerksam, annahme- und hinhörbereit, auch wenn die musikalische Herausforderung mich gerade zu überfordern scheint?

Wie weit übernehme ich mit Verantwortung, vielleicht in Form von Unterstützung geben oder Unterstützung annehmen oder aktivem Nur-Zuhören oder wie weit lasse ich mich einfach mitschleppen?

Wie bewußt treffe ich Entscheidungen und schaffe damit Kontrast und Dynamik z.B. für unterschiedliche "Aggregatzustände", wie laut-leise, Sound-Blending in den Backing-Vocals oder deutliches nach Vorne gehen beim Solo?

Wie weit begegne ich der Situation pragmatisch, wann beginne ich zu "psychologisieren"?

2.
Über Playback-Loop vom Band (in diesem Fall war es z.B ein Ausschnitt aus Castle Walk von Oregon, 2005 CD Prime) entwickelt jeder im Kreis eine eigene Loop-Phrase. — Die Playbackmusik blendet nach einer Weile aus und alle versuchen Ihre eigene Phrase über einen gemeinsamen Grundpuls zu halten. —

Sind alle in Time? Dazu hilft synchrones Gehen. — Hört jeder jeden? — Dazu versuchen alle sanfter und leiser zu singen. — Falls immer noch nicht alle herauszuhören sind, fordert der/diejenige den/diejenigen, die er kaum heraushört, mit einer Geste auf, seine Phrase deutlicher zu ihm herüberzusingen. —

Diejenigen, die jetzt noch andere Stimmen kaum hören, stellen sich neben diese und stimmen in deren Phrase mit ein um sie im Gleichklang zu bündeln.

Kleine Teams schließen sich zu größeren Teams zusammen und einigen sich auf eine gemeinsame Phrase, so dass zum Schluß nur noch zwei oder drei Phrasen in Sektionen zirkulieren.

3.
Ein Vamp-Playback dient als Vorlage, um darüber harmonische Begleitstimmen zu bilden, so dass im Kreis ein mehrstimmiges Singen mit langen Tönen entsteht.

In diesem Fall handelte es sich um einen 8-taktigen Vamp (man könnte hier auch Riff sagen) mit einem Akkordwechsel von Fm zu Db nach vier Takten: South von Bugge Wesseltoft, (2001 CD Moving).

Jede Menge Vamps, Riffs und Rhythms, um darüber alleine in Ruhe zu üben, habe ich unter Hörtips und Übungen zum Download bereitgestellt.

Der Sinn der Übung liegt darin, über das bewußte Zählen hinaus ein intuitives Gefühl für die Form, d.h. für den harmonischen und rhythmischen Ablauf, zu bekommen und innerlich immer sicherer zu spüren, wann der Akkord wechselt und mit welchen Tönen ich dazu reagieren kann.

Werde ich mit der Form immer vertrauter, kann ich auch mutiger werden und von langen zu immer kürzeren und schneller aufeinanderfolgenden Tönen wechseln und damit beginnen solistisch über die Form zu improvisieren. — Je öfter ich so etwas trainiere, desto sicherer werde ich und umso wohler fühle ich mich dabei.

Mit der Zeit erfasse ich so auch immer schneller komplexere harmonische Wendungen und Abläufe, wie sie beispielsweise im Jazz vorkommen, und bewege mich mit schlafwandlerischer Sicherheit und Spielfreude darüber und beginne irgendwann vielleicht, nicht unabsichtlich, sondern vor lauter Übermut, skalenfremde Töne einzuflechten, die der Lehre nach eigentlich "falsche" Töne sind, die aber geschickt plaziert zum Spannungsaufbau dienen.

So etwas nennt man dann "Chromatic Approach", d.h. die Skalenzieltöne halbtonweise (chromatisch) von unten und oben anfliegen und im Auflösungsakkord wieder auf der Skala landen. Der kürzlich verstorbene Saxofonist Michael Brecker war darin Meister. Sein Spiel wurde sinnbildlich mit "two steps from the edge" – also immer nahe am Abgrund (oder manchmal auch darüber) bezeichnet.
Frank am 5.7.11 21:07


26.6.2011 — Circlesinging Raketenstation

Ab 20:00 Uhr Singen in die Nacht hinein – in der begehbaren Skulptur von Katsuhito Nishikawa. Raketenstation Hombroich 1 , 41472 Neuss. Das Gelände ist kostenlos zugänglich.

20:00, Kuppel:
Gruppen-Improvisation mit Dirigat, Circle-Session mit wechselnder Anleitung

21:30, Treppe:
Repertoire-Circlesongs, u.a. Joo-joo-joo und Tumela-Kelejo mit einem sextolischen Pattern über binären Grundpattern

23:00, See:
A-u-wea
One-Minute-Duette mit Sanduhr als Staffelstab —
freier Abschlußcircle
Frank am 5.6.11 00:00


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung