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9.6.2011 — Labor Dirk

1.
Improvisation mit Dirigat

2.
Improvisation innerhalb einer definierten Skala (zunächst Dur-Ionisch) über einen Bordunton

3.
Solist singt die Melodie eines bekannten Stückes repitierend über den Grundton des Stückes, den die Gruppe als Bordun-Groove liefert.

Nach einiger Zeit geht ein Sänger der Gruppe vom Bordun-Grundton aus in eine Harmoniestimme (zB Terz). Dann geht ein zweiter Sänger in eine zweite Harmoniestimme (zB Quinte).

Aufgabe: So wenig Bewegung (Tonwechsel) wie möglich, so viel Bewegung wie nötig in den Harmoniestimmen. Das heißt, möglicht auf einer Note bleiben, wie es vom Harmonieablauf noch passt. Also Reduktion des Tonmaterials auf das Nötigste, um die Harmoniewechsel im Stück mit der Begleitstimme zu kennzeichnen.

4.
Solostaffel über ein 6/8tel-Pattern DandandeDandandan

Ablauf:
Erst singen alle 4 Takte lang das Pattern.
Dann soliert jeder der Reihe nach jeweils 16 Takte.
Dann soliert jeder jeweils 8 Takte.
Dann soliert jeder 4 Takte reihum.
Dann jeder 2 Takte.
Dann jeder 1 Takt, 4 Runden reihum.
Dann singen alle nochmal 4 Takte nur das Pattern.
Dann Schluß.

Hier ein Video von einem Workshop mit Bobby McFerrin dazu.

Falls das kontinuierliche singen des Pattern in Time noch Schwierigkeiten bereitet, machen folgende Übungs-Praktiken Sinn:

Pattern langsam üben: DandandeDandandan slow

Zuerst nur zuhören. Dann beginnen sich rhythmisch leicht zum Pattern zu bewegen. Wo sind die Beats? Was machen meine Füße. — Den 16tel-Mikropuls mit den Händen tippeln. Meine Hände sind dabei ganz Ohr! Mein ganzer Körper ist ganz Ohr! — Die Silben innerlich mitsprechen, höchstens dabei flüstern, damit ich noch immer zu 90% Ohr bin. — Sich die Zeit dafür nehmen!

Grundsätzliches zum Erfassen von Pattern und Rhythmen:
Vergegenwärtigen des 16tel-Rasters (Mikrotiming) als Gitter oder Netz sorgt für Stabilität, Orientierung und Sicherheit. Deswegen immer wieder im Alltag und beim Musikhören das 16tel-Raster Hand-to-Hand tippeln üben. Dazu ggf. auch die Beats gehen und sprechen: "Didldadl-Didldadl-..." oder für 6/8tel "DidldiDadldi-DidldiDadldi-..."

Erst wenn ich beobachte, das ich dem Rhythmus nicht mehr "hinterherhinke und hinterherhechel", beginnen, die Silben hörbar zu artikulieren und zu singen. Bei beginnenden Ungenauigkeiten wieder ins stille Mitmachen zurückschalten.

Einbeziehen des Luftholens als willkommenes musikalisches Ereignis entdecken und nicht als notwendiges Übel ansehen.

Be steady on the Beat !!! – Be steady in Time !!! – Don't think !!! – Don't comment yourself !!! – Be There – Be the Music – Be the Rhythm !!!

5.
Freie Circles

6.
One-Minute-Sanduhr-Duetts

7.
Improvisationen im Trio

8.
Bewußtes Positionieren von einer, zwei, dann drei Staccato-Tönen in einem 4er-, 6er- oder 8ter-Zyklus. (Anleiter zählt durchgängig 1-2-3-4-5-6-1-2-3-4-5-6... und die Teilnehmer positionieren nacheinander inte Töne)

Variante: der Anleiter verteilt die Töne, die Teilnehme übernehmen und artikulieren die Leerpulse mit "Tiketiketike..."
labor-d am 27.5.11 11:03


26.5.2011 — Labor Dirk

18:57 Uhr bei Dirk und Heike in Düsseldorf-Rath

Call & Response Singen — Schatten-Singen (dem Vorsänger möglichst synchron folgen) — One-Minute-Duette — Kura-Kama notierter Circlesong aus Vocabularies, arrangiert von Roger Treece — Grace komponierter Circlesong von Bobby McFerrin
Frank am 24.5.11 11:11


22.5.2011 — Circlesinging Hombroich

Circlesinging-Workshop-Sessions mit dem Vokal-Ensemble "Labor-D" unter Moderation und Anleitung von Frank Ebeling
auf der Museumsinsel Hombroich Minkel 2, 41472 Neuss-Holzheim
um 12:30 Uhr im Graubner Pavillion

Die Insel ist ab 10 Uhr geöffnet, so das die Teilnehmer die Möglichkeit haben, vorher in Ruhe die Pavillions und deren Klänge zu erkunden.

Um 11:31 Uhr treffen wir uns in der Cafeteria zum gemeinsamen Brunch.

Punkt 12:28 Uhr beginnen wir mit dem Circlesinging im Graubner Pavillion und werden von dort aus auch noch in anderen Pavillions singen. Jeder Pavillion hat seine eigene Akustik.

Um 19 Uhr werden die Pavillions geschlossen, aber wir dürfen bis 21 Uhr im Park bleiben und, wer noch will, in der Natur, zwischen den Skulpturen, weitersingen.

Da der Zugang zum jeweiligen Pavillion öffenlich ist, werden wir mit Publikumsgästen und spontan Mitsingenden rechnen können, was erfahrungsgemäß bereichernd ist.

Der Eintritt zur Museumsinsel kostet 15 Euro, darin ist die ganztägige Beköstigung in der Cafeteria enthalten. – Die Workshop-Sessions sind kostenfrei.

Anmeldung bitte über eMail an Frank Ebeling, Labor D.
Die Workshop-Sessions sind jeweils auf maximal 16 Teilnehmer begrenzt. Weitere Infos unter Labor D

S-11: Neuss Hbf--> Neuss Südbahnhof--> Bus 869--> Ausstieg Haltesstelle Bergerhof--> 15 Minuten Fußweg oder RB-10661: Neuss Hbf--> Kapellen-Wevelinghoven--> Bus 869--> Ausstieg Haltestelle Bergerhof

REVIEW:

Arpeggios 2stimmig, 3stimmig mit Variationen — Circlesongs spontan mit Besuchern, u.a. Su-more — Three-Faces-Front-Impros — Na-i-jen-gom-be Circlepattern aus Vocabularies — One-Minute-Solos und -Duos
Frank am 17.5.11 21:39


14.5.2011 — Labor Alexandra

14:59 Uhr bei Alexandra in Krefeld-Uerdingen
Frank am 17.5.11 21:31


12.5.2011 — Labor Dirk

18:56 Uhr bei Dirk und Heike in Düsseldorf-Rath

Pattern Duetts über 6/8tel Percussions-Groove — Pygmäen-Pattern, bewusstes Positionieren von kurzen Ton-Impulsen im 16tel-Raster, Doppel-Offs üben, das sind die "e" beim Zählen von "1-e-und-e-2-e-und-e...", bzw. die "dl's" beim Sprechen von "DidlDadl-DidlDadl..." — Kura-Kama
Frank am 17.5.11 21:31


28.4.2011 — Labor Dirk

18:57 Uhr bei Dirk und Heike in Düsseldorf-Rath

1.
Improvisieren über Drone

2.
Rtythmus-Basics: Fußschritte, Hand-to-Hand-Tippeln, Call & Response, Claven, Pygmäen-Übung

3.
Kura-Kama

4.
Aus Solo in Circle-Patterns
Frank am 17.5.11 21:31


23.4.2011 — Labor Alexandra

14:58 Uhr bei Alexandra in Krefeld Uerdingen

1.
Synchron-Cluster: mit Viertelnoten-Metronom zur rhythmischen Orientierung — im Wechsel, ein Takt Tönen mit einem, in der Tonhöhe möglichst gleichbleibenden, vier Beats langen Ton — ein Takt Atempause,... usw. — 15 Minuten ununterbrochene Konzentration auf die innere Vorstellung vom nächsten eigenen Ton während des Luftholens und der Achtsamkeit bezüglich eines einheitlichen Gruppensounds (Blending) und einer einheitlichen Gruppenlautstärke (jeder hört jeden).

2.
Synchron-Cluster, wie bei 1 — jetzt während der Tönphase mit der Möglichkeit zu einer anderen Tonhöhe zu wechsen — ggf. auch zu einer dritten Tonhöhe. — Dabei darauf achten, ob ich notwendigerweise überhaupt und wenn ja, in welchen Augenblicken ich von dieser Möglichkeit Gebrauch mache. Das heißt möglichst sehr bewußt und verantwortlich mit dem Einsatz weiterer Töne versuchen umgehen.

3.
Synchron-Cluster, wie bei 1 — beim jeweils dritten Tönen ist jetzt alles erlaubt (Geräusche, Sounds, Expression, Staccato-Salven, Wortfetzen,...) dann wieder zweimal sehr diszipliniert bezüglich Tonhöhenwahl, Blending und Lautstärke im Sinne der Spielregeln von zu Anfang. Weiterhin immer einen Takt Atempause nach jedem Klangereignis. Fragen: Muß die Lautstärke beim "Wilden Tönen" zwangsläufig ansteigen? Bleibe ich im Timing?…

4.
Wechselnde Duette: Augenmerk auf den Faktor Bewegung, Körperlichkeit, Körperausdruck, Tanz und Klang, Choreographie, Begegnungs-, Aktions- und Bedeutungsraum Bühne. — Diesmal Stimme auch in Kombination mit Trompete (Gregor) und synthetischem Klangerzeuger (Korg-Kaossilator). — Später auch Einsatz von Delay- und Hall-Effekten über Mikrofon für punktuelle Feedbacks aber auch um die gesamte Raumakustik zu verändern.

5.
Im Fortschritt dann weiter wechsende freie Improvisationen mit maximal jeweils drei Akteuren. Zum Abschluß schrittweise erweitert bis zur Tuttibesetzung: Sample1Sample2Sample3
labor-d am 9.4.11 18:37


17.4.2011 — Circlesinging Hombroich

1.
Synchron-Cluster: es gilt, eine möglichst genaue Vorstellung vom nächsten eigenen Ton während des gemeinsamen Einatmens zu entwickeln und dann auch beim nächsten Cluster konsequent zu singen. Und das in Folge über 15 Minuten lang zu Siebt im engen Kreis stehend, so dass jeder nicht nur seine Nachbarn, sondern auch sein Gegenüber jederzeit gut heraushören kann.

2.
Repertoire-Circle A-u-wea

3.
Circleleitung übernehmen und dabei üben, Phrasen zu entwickeln, auf die Stimmsektionen zu verteilen, Sektionen ein- und auszublenden, über den Circleteppich zu solieren und einen Abschluß zu gestalten.

4.
Mamaliye — afrikanisches circulierendes vierstimmiges Lied.

5.
Über 1er, 2er und 3er Zählpakete rhythmische und polyrhthmische Strukturen erzeugen und dann mit Tönen belegen — zB: Onetwothree-Onetwothree-Onetwo-... als 8er kombiniert mit einem Onetwothree-Onetwothree-Onetwothree-Onetwo-Onetwo-... 13er. Dabei gilt es, sein Sektionspattern konzentriert stur und scheuklappenartig gegenüber dem Kontrapattern durchzuhalten und gleichzeitig den gemeinsamen Grundpuls zu bewahren.

6.
Jeder-mal-mit-Jedem: wechselnde Impro-Duette.


Wir beginnen um 12:30 Uhr mit dem Circlesinging im Graubner Pavillion auf der Museumsinsel Hombroich, Minkel 2, 41472 Neuss-Holzheim, und werden bis 19 Uhr auch noch in anderen Pavillions (zB. Labyrinth und Tadeuz) singen.

Gegen 11:30 Uhr treffen wir uns in der Cafeteria zum gemeinsamen Mittagessen. Die Gebäude sind jetzt von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Besucher können in den Sommermonaten bis 21.00 Uhr im Parkgelände bleiben.

Wer von Euch Zeit und Lust hat und noch dazu kommen, mitsingen und seine angesammelten oder spontanen Ohrwürmer in die Runde geben möchte, sei herzlich willkommen.

Hier nochmal der Hinweis: Wir werden auf der Insel mit Besuchern und spontan Mitmachenden rechnen müssen, was erfahrungsgemäß ehr bereichernd statt hinderlich ist.

NeueinsteigerInnen und MitsängerInnen sind herzlich willkommen, sollten sich aber vorher über das Konzept bei Labor D und unsere Hausordnung etwas informieren, mal in die CD Circlesongs und Flight hineinhören und sich dann zum Mitsingen bitte über Kontakt kurz ankündigen.

S-11: Neuss Hbf--> Neuss Südbahnhof--> Bus 869--> Ausstieg Haltesstelle Bergerhof--> 15 Minuten Fußweg
RB-10661: Neuss Hbf--> Kapellen-Wevelinghoven--> Bus 869--> Ausstieg Haltestelle Bergerhof
Frank am 9.4.11 22:07


10.9.2011 — Kölner MusikNacht

CIRCLESONGS —
IMPROVISIERTE RHYTHMISCHE GESÄNGE 
 
Diese, sehr ursprüngliche Art des gemeinsamen Singens, würde ich gerne mit einem ca. 12-16-köpfigen Kern-Ensemble im Rahmen der Kölner MusikNacht 2011 am Samstag den 10. September, auf Kölner Domplätzen, Einkaufspassagen, Museumsfoyes und Fußgängerzonen mit spontanen kleinen Circlesong-Sessions vorstellen und auch das Publikum zum Mitsingen dabei einbeziehen.

Wer an den Proben dazu teilnehmen möchte, meldet sich bitte per Mail über Circlesinging Kontakt
labor-d am 18.2.11 14:22


7.4.2011 — Labor Dirk

1.
I Can See Clearly Now als Acappellaversion im Arrangement von McFerrin/Donaghy. Auf mydrive liegt dazu die Transkription mit Teach-Mp3 zum Download bereit.

2.
"Orchestra-Circlejam" — Dabei zeigt sich, wenn die Rollenverteilung vorher nicht abgesprochen wurde, dass Rollen, wie Vokalpercussion oder Bass, gewollt oder ungewollt doppelt besetzt werden und die Harmoniestimmen nur zögerlich zusammenfinden.

3.
Circlejam mit, auf Handzeichen, wechselnden Leadern und Solisten. Auch hier stellt sich wieder die Frage nach meiner Rollenfunktion und besonders der Dynamik. Wie deutlich gliedere ich mich in die Rolle der Backingvocals ein und wie deutlich fülle ich die Rolle des Solisten aus? Beides insbesondere bezüglich der Dynamik!

4.
Pattern-Zickzack-Staffel mit zwei Gruppen. A aus Gruppe 1 beginnt mit einem Pattern. Gruppe 1 stimmt ein. A aus Gruppe 2 entwickelt dazu ein Kontrapattern und Gruppe 2 stimmt dazu ein. Baus Gruppe 1 startet ein drittes Pattern und Gruppe 1 übernimmt dieses Pattern, usw…

Im weiteren Verlauf kann der Pattern-Urheber Harmoniestimmen innerhalb seiner Gruppe verteilen oder zum eigenständigen Harmonisieren auffordern. Dies erfordert, wie sich zeigt, ein bedächtiges Nacheinander und ein kontinuierliches Verweilen bei der jeweils gewählten eigenen Harmonielinie, sonst entstehen Redundanzen oder unklare Intonationen.
labor-d am 25.3.11 15:32


27.3.2011 — Labor Alexandra

1.
Mehrere Playback-Loops als Anregung und Ausgangsquelle für einen eigenen Circlesong. Ausblenden des Playbacks, nachdem wir Fragmente aus der Vorlage übernommen haben:

Loop Castle Walk von Oregon, Loop Vocal Percussion von Dave Worm, The Truth will always be von Pat Metheny's CD Secret Strory (1992).

2.
Duett-Impro-Staffel: A fängt an, B kommt dazu, wenn C dazu kommt hört A sofort auf, usw...

3.
Pattern-Staffel: A beginnt mit einer Phrase, B addiert dazu eine weitere Phrase, dann C, dann D, ... Bis alle Phrasen miteinander verzahnt laufen. Dann soliert A über diesen Circle-Teppich und gibt per Dirigat ggf. Anweisungen für Dynamik, Harmonisierung, Stops and Gos oder andere Veränderungen.

4.
Kurzer Ausflug in das Thema "Chromatic Approach". Die jeweilige Tonskala (Diatonik) wird punktuell durch skalenfremde Töne erweitert um mehr harmonische Spannung zu erzeugen. Beispiele: Donna Lee 200 bpm, Donna Lee 120 bpm und Chicken von der CD Bobby McFerrin, 1982. — Chromatic-Approach-Linien eignen sich auch hervorragend als vokale Intonationübung. — Was im Bebop bis zur Manie(r) getrieben wurde, bekam durch Miles Davis und seinem modalen Ansatz, sich mit variierendem Tonmaterial über eine relativ stagnierende Harmoniefläche zu bewegen, eine neue Wendung und Dimension. Wikipedia

5.
Life-Arrangement mit eigenen Versen.
labor-d am 28.3.11 13:23


24.3.2011 — Labor Dirk

1.
Vokalimprovisationen zu Bildern — Test für eine Galerie-Anfrage. Welche Vorgehensweisen sind möglich und sinnvoll und führen zu welchen Ergebnissen?

2.
Synchrones Tönen — In der gemeinsamen Atempause trifft jeder, in Erinnerung der vorherigen Töne, die Entscheidung für seinen nächsten Ton und versucht diesen schon innerlich zu hören, bevor alle ihren nächsten Ton gleichzeitig anstimmen und diesen möglichst unbeirrt zu halten um dann wieder gemeinsam auszuklingen um für den nächsten neuen Ton einzuatmen. Dieser Vorgang gewinnt erfahrungsgemäß nach einigen Minuten an Intensität bezüglich des Aufeinanderhörens und der Klarheit von Harmoniezusammenhängen.

3.
Circlesessions — zum Teil wieder mit Startup-Playbacks.

4.
Erste Tuttiprobe Good Vibrations 3-stimmig.
labor-d am 25.3.11 15:32


13.3.2011 — Labor Alexandra

1.
Mehrere Playback-Loops als Anregung und Ausgangsquelle für einen eigenen Circlesong. Ausblenden des Playbacks, nachdem wir Fragmente aus der Vorlage übernommen haben. — Rhythmus-Loopausschnitte Footprints Tabla-Intro von Wayne Shorter und Impending Bloom von Oregon.

2.
wie bei 1., hier mit delikaten flächigen 4-taktigen Voicings (F add 9 — Db maj7/9/#11/13) — ertasten und ausprobieren der Harmonienfarben mit Skalen-Arpeggios, Stabilisierung des Timings über zählen und fühlen der 4er-Pakete — Solostaffel mit Backingvocals, mit, und später ohne Playback — Begleitstimmen pushen den Solisten mit dynamischen Wellen, dadurch entsteht in der Fläche nochmal mehr Timingstabilität — Loop South von Bugge Wesseltoft, CD: Moving, 2001

3.
Pattern Duett Staffel …
labor-d am 14.3.11 09:43


10.3.2011 — Labor Dirk

1.
Von schwebenden langen Tönen zum pulsierenden Groove und strukturiertem Circlesong.

2.
Mehrere Playback-Loops als Anregung und Ausgangsquelle für einen eigenen Circlesong. Ausblenden des Playbacks, nachdem wir Fragmente aus der Vorlage übernommen haben. Stabilisierung, behutsame Modifiziernung, neue eigenständige Phrasen, Breaks, radikale Veränderung, zB. über Polyrhythmik, bis hin zu einem neuen Grund-Groove,...

3.
"One-two-three, One-two-three, One-two-three, One-two, One-two" 3+3+3+2+2=13erPattern als Basis, um darüber mit synchronen und kontrapunktischen Patterns das Mikrotiming (auf 8tel-Ebene) zu halten.

4.
Rhythmik- und Kontrapunkt-Training mit absichtlich reduziertem Material (kleine Staccato-Phrasen im Pygmäen-Stil mit nur einer oder höchstens zwei Noten). Wo liegen meine Starttöne im 8tel-, bzw. 16tel-Raster? Bewußte Orientierung über Fußschritte und/oder Beat-OffBeat-Handschläge. Etablierung des 16tel-Netzes über "Didldadl-Silben-Sprechen".

5.
Durch "Hand heben" signalisiert jeweils ein Sänger während einer laufenden Circlesession, dass er ab jetzt den Circlesong leitet, zum Beispiel durch Dynamikdirigat, Stabilisieren einer frischen oder noch zaghaften Phrase (Baby füttern) durch Pushen und Bündelung innerhalb einer Sektion, Einführung neuer Phrasen, Harmonisierungen verteilen, Phrasen stoppen, Solorolle zuweisen, Abschluß gestalten.
labor-d am 11.3.11 11:50


17.2.2011 — Labor Rike

1.
Warmup-Singen zu einem von der CD Flight nachgespielten Klavier-Playback Major-Ascending und Minor-Descending

Zuhören – Singen der Grundlinie – dabei auf Timing, Blending und einheitliche Vokalsilben achten – ggf. nochmal Zuhören – Halbtonrückung von Chorus zu Chorus – Linie in Terz harmonisieren – das Ganze eigenständig, ohne Playback – über den zweistimmigen Grundlinienteppich der Gruppe abwechselnd kleine Sololinien und Variationen singen – wie Segelfliegen (Soaring) – sich von der "Thermik" der Gruppe tragen lassen und darauf improvisierend gleiten und segeln – es macht einen Unterschied ob der Solist als "Segelflieger" oder als "Propellerflugzeug" oder gar als "Düsenjet" durch die Lüfte fliegt. Der Segelflieger braucht die Thermik, sonst muss er wieder landen, die einzige Energiezufuhr von außen ist die Seilwinde beim Start. Der Motorflieger ist laut, benötigt Treibstoff, ist dafür unabhängiger von der Tragfähigkeit der umgebenden Luft. Der Düsenjet ist noch lauter, braucht ganz viel Kerosin, die umgebende Luft ist für ihn fast unbedeutend, wenn nicht sogar bremsend. — "Flieger und Thermik" als Pendant zum Bild "Korallenfisch und Seeanemone" – Wie weit bin ich als Solist/Individualist mit dem Geschehen um mich herum verbunden? — Die CD Flight von Rhiannon kann ich hier nur immer wieder zum sinnlichen und lustvollen Üben empfehlen. Insbesondere dort der Track 10 "Pattern Duetts".

2.
Eine sich frei entwickelnde Circlesession, beginnend mit einem einfachen One-Note-Puls als Startgrundlage…

Wie kann ich durch Probieren und Improvisieren eine Phrase finden und diese dann stabilisieren und in der Gruppe etablieren oder gar eine Stimmsektion dafür gewinnen, die diese Phrase mit mir trägt?…

Will ich meine Phrase überhaupt etablieren oder bin ich unentschlossen? Bin ich klar mit der Form und dem Ausdruck meiner Phrase? Bin ich stolz oder schäme ich mich für mein "Baby"? Brauche ich einen Geburtshelfer, eine Hebamme für mein Baby? – "Don't let your Baby die too early!"…

Habe ich das Gefühl, mein Baby ist in der Gruppe willkommen und gut aufgehoben? Ist die Session gerade geburtenschwach oder findet eine "Babyschwemme" statt, bei der einige Babies nicht genügend gefüttert werden? Wieviel weitere Geburten braucht die Session, wenn die ersten Babies noch nicht erwachsen sind? Muss ich unbedingt ein eigenes Baby haben oder kann ich mich auch auf die Rolle einer Pflege-Mutter oder eines Paten-Onkels einlassen?

3.
Sana und Sponono – zwei einfache traditionelle circlesongartige Lieder aus Afrika.

4.
A-u-wea – ein Circlesong mit hawaianischem Flair, übernommen aus einem Workshop mit Rhiannon in Amsterdam. Transktriptonen und Hörausschnitte zu den drei Stücken findet Ihr auch bei > myDrive... > Circlesongs > WeBe3 - Auwea.mp3, Sana.pdf, Sponono.pdf

5.
Circlesong Two aus Bobby McFerrins CD "Circlesongs" als Repertoirestück werden wir dann bei einem nächsten Treffen einstudieren. Vielleicht können wir dann jedesmal ein weiteres Stück dazu nehmen. — Die Stücke sind alle sehr lehrreich in Bezug auf Harmonielehre und Rhythmik. — Eine weitere hervorragende Quelle für Repertoire-Circlesongs ist das Heft "Loop Songs Warm-ups für Pop- und Jazzchor (SATB)" von Betrand Gröger.
labor-d am 5.2.11 03:43


13.2.2011 — Labor Alexandra

1.
Nochmal Life-Reharmonisierung mit "Sag mir wo die Blumen sind"

2.
Impro über Playback-Loop Toledo von Avishai Cohen.

3.
"Klang-Gesten" — Jeder kreiert zwei Gesten, alltägliche oder künstlerisch, abstrakte, die er mit seiner Stimme vertont und reproduzierbar einige Minuten einübt…

In der Kleingruppe werden aus allen Gesten vier ausgewählt, gemeinsam eingeübt und mit einer Laufnummer versehen…
Dann wird 16x gewürfelt. 1 bis 4 steht für die jeweilige Klang-Geste. 5 oder 6 heißt Pause. Die Zahlenfolge ergibt die Abspielpartitur der Klang-Gesten als Gruppenaufführung:

Die Gruppe übt nun ihre Partitur choreografisch und klanglich in mehreren Durchgängen, vom Blatt lesend, ein. Ziel ist es, sich möglichst synchron zu bewegen und einheitlich zu klingen. — Dann folgt die Uraufführung jeder Gruppe.

4.
Impro über Playback-Loop Jean-Pierre von Miles Davis.
labor-d am 12.3.11 16:17


3.2.2011 — Labor Rike

1.
Stimme sammeln: "Wir können nur von uns geben, was wir vorher gesammelt haben" sagt Prof. Stefan Görg, Musikhochschule Köln. Dazu eignen sich gut Klänge auf "m" und "n"…

Beispiel anhand der Backing Vocals von Will You Be There frei nach Michael Jackson, tönen auf "hmmm-ba", "hnnn-ga", "uuu-a", "ooo-a", "aaa-a", "eee-a", "äää-a", "iiii-a", "üüü-a", "ööö-a", "uuu-a", "hmmm-ba", 3-stimmig (mit Terz- und Quint-Harmonie) und nach jeweils einigen Wiederholungen in Halbtonschritten nach oben transponierend gesungen…

Die Stimme wechselt von den sammelnden m-Lauten mit geschlossen Lippen über den warmen Sound der u- und o-Laute zu den metallenen Sounds der a-, e-, ä-, i-, ü- und ö-Laute mit hohem Obertonanteil: Sample

2.
Harmonieübung: Auf der Prime sektionsweise die Terz und die Quint schichten. > Alle meine Entchen > fröhliches Entchen in Dur mit großer Terz (3) > trauriges Entchen in Moll mit kleiner Terz (3 minus Halbton) — Partnerübung für zu Hause, statt fernsehen: Der eine Partner wiederholt in einem regelmäßigem Metrum einen Ton, immer in der gleichen Tonhöhe, ohne die Tonhöhe über die gesamte Zeit zu verändern. Der andere Partner improvisiert darüber.

3.
Entwicklung mehrerer freier Circlesongs, bei denen eine Person jeweils durchweg die Anleitung übernimmt…

Anleiter "settled" sich erstmal und findet seinen Groove und seine Startphrase, vielleicht aus der Stille heraus, vielleicht aus einer kleinen Intro-Solo-Improvisation heraus, vielleicht aus einem kleinen Motiv, aus einem Melodiefetzen oder zwei-drei Zufallstönen heraus (weniger ist hier meistens mehr) — die jeweilige Sektion hört erstmal in Ruhe aufmerksam zu und erfasst zunächst innerlich und als Körperbewegung den Groove und die Intonation…

Bei Übernahme achten die Sektionen auf ihr Blending, die gesammte Gruppe achtet eigenverantwortlich auf ausgewogene Dynamik und saubere rhythmische Verzahnung und Intonation, im Zweifelsfall innehalten und nochmal hören. — Höre ich jederzeit die gesamte Gruppe und nicht nur mich selbst oder meine Sektion?

4.
Dynamikskala: Auf dem Fußboden liegen 4 Markierungen der Länge nach einen Schritt voneinander entfernt: - pp (pianissimo, sehr leise) - p (piano, leise) - f (forte, laut) - ff (fortissimo, sehr laut) — Während meiner fortlaufenden Phrase innerhalb eines Circlesongs wechsle ich meine Position auf der Fußbodenskala und damit dosiert und bewußt meine Lautstärke in Relation zu den anderen Markierungen und Sängern. — Ab wann kann ich einen Sänger in der Gruppe nicht mehr hören?

5.
Wechselnde Duett-Improvisationen — mit dem Ziel, möglichst schnell eine gemeinsame Basis, Motiv, Thema, Groove… zu finden, dabei aber nicht in zwanghafte Synchronität oder Imitation verfallen sondern auch immer wieder seinen individuellen Beitrag einbringen, ob als Solo oder Akzent…

Mir dabei jederzeit über meine momentane Rolle bewußt sein und diese deutlich und entschlossen einnehmen: — Bin ich gerade im Hintergrund unterstützender und pushender Begleiter? — Bin ich gerade im Vordergrund Solist? — Sind wir beide wechselseitig oder gleichzeitig Solisten? — Gebe ich mir und meinem Partner genug Raum, lasse ich Pausen, Lücken zu, ohne dass das Groovefeeling abbricht? — Setze ich Kontraste, Kontrapunkte, Polaritäten, ohne dabei den Kontakt mit meinem Partnet zu verlieren? — Wie weit übernehme ich Verantwortung für das gemeinsame Duett? Bin ich gerade führend (dominant, richtungsweisend, tonangebend) oder folgsam (einlassend, annehmend, devot)? — Bin ich möglicherweise tendenziell oder gar ständig führend oder folgsam?

6.
Ausklang-Circle…
labor-d am 5.2.11 03:43


23.1.2011 — Labor Alexandra

1.
Life-Arrangement auf Basis allerseits bekannter Lieder. Als Anfangsbespiel "Fuchs du hast die Gans gestohlen". Dann mit "Es klappert die Mühle" ... "Sag mir wo die Blumen sind" ...

2.
Life-Reharmonisierungsversuche mit "Sag mir wo die Blumen sind". Immer nur einer beginnt zu variieren, die andern bleiben in ihrer Phrasierung. Was passiert, wenn alle gleichzeitig beginnen zu "wandern" (harmonisch zu modellieren) und dann auch noch jeder in eine andere Himmelsrichtung? — Die Harmoniestruktur beginnt zu zerbrechen. — Bestätigung der Harmonielehre-Regel: so wenig Veränderung wie möglich, so viel wie nötig. — Das gewisse Maß an Kontinuität, das für den tonalen Bezug nötig ist. Sinn von Orgelpunkt und tonalem Zentrum.

3.
Impro über ein Riff aus dem Stück Lone von Bugge Wesseltoft.
labor-d am 12.3.11 16:38


20.1.2011 – Labor Rike

1.
Pulsgroove: Jeder ertastet an einem Platz im Raum in Ruhe seinen Puls am Handgelenk (Zeige- und Mittelfingerspitzen leicht in die Sehnenmulde unterhalb des Daumenballens drücken). —

Wenn man seinen Puls deutlich spürt, beginnt man ihn mit einem gleichbleibenden Klang zu vertonen. Dabei mit der Aufmerksamkeit versuchen, ganz bei sich zu bleiben (Fokus: "Tischlampe"). Nach einiger Zeit beginnt jeder, so pulsierend, langsam durch den Raum zu gehen und bleibt dabei ganz konzentriert bei sich und seinem Pulsklang, auch wenn man die anderen Pulse im Raum hört. —

Jetzt kann man bei Begegnungen beieinander verweilen und versuchen, den Puls den anderen bewusst wahrzunehmen und gleichzeitig seinen eigenen Puls nicht zu verlieren (Fokus: "Stehlampe"). — Nachdem man mehrere Begegnungen hatte, beginnt die ganze Gruppe sich langsam als Kreis in der Raummitte zu sammeln und dabei die Aufmerksamkeit auf alle Pulse im Kreis zu öffnen, dabei aber den eigenen Puls weiter halten (Fokus: "Deckenleuchte"). —

Dann in den Puls-Cluster hineinhorchen, ob sich hier oder da ein Groove andeutet, den man mit seinem eigenen Pulsklang unterfüttern könnte. Dabei löst man sich dann vom eigenen Handgelenkpuls, kann aber auch nochmal dorthin zurückkehren um vielleicht einen anderen Groove-Hauch zu verstärken. —

Irgendwann entsteht ein Gruppen-Groove mit einem deutlichen Metrum, den dann die gesamte Gruppe entschlossen stützen kann. Jeder kann jetzt mit seinem eigenen Klangbeitrag und seiner eigenen Rhythmusfacette den Gesamtgroove immer mehr pushen. — Darauf lässt sich dann vielleicht ein Circlesong mit Melodiephrasen aufbauen oder die Gruppe findet ein entschlossenes Ende und beginnt nochmal neu beim Fokus Deckenleuchte.

2.
Am Beispiel mehrerer kleiner zirkulierender Phrasen nehmen wir die Themen "Blending" (Gleichklang), Rhythmpocket (exakter schlüssiger Rhythmus), Dynamik (Pegeldosierung und Pegelgleichgewicht innerhalb der Sektion und innerhalb des gesamten Circles), souveräne selbständige Harmonisierung einer Phrase nochmal unter die Lupe.

3.
Am Beispiel des notierten Circlesongs Tumela Kelejo die Parameter Blending, Rhythmpocket, Dynamik und Harmonieintonation üben. Über das 3-stimmige Motiv legt sich ein triolisches Pattern, was die Intonations- und Rhythmusstabilität des Grundmotivs nochmal zusätzlich herausfordert.

4.
Spiel "Aktionsfelder & Läufer": Zwei markierte Felder im Raum. Bewegen sich die Sänger auf dem einen Feld, stimmen sie augenblicklich eine Drone (ein andauernder Ton in gleichbleibender Tonhöhe) an. Auf dem anderen Feld geben die Sänger Salven kurzer Töne (Staccato, wie Punkte und Kleckse in einem Gemälde) von sich. Verlassen die Sänger ein Feld, verstummen sie augenblicklich. — Durchgang 1: Alle Sänger bewegen sich im Raum frei und reagieren auf den Feldern entsprechend…

Nochmal wie vorher, nur mit dem Bewusstsein, dass auch Phasen der kompletten Stille möglich wären…

Beim dritten Set steht die Gruppe am Rand. Nur ein Läufer bewegt sich durch den Raum und die Gruppe reagiert unisono.

Viertes Set: Die Gruppe teilt sich in zwei Sektionen. Ein zweiter Läufer ist für die zweite Gruppe zuständig. Die jeweilige Sektion reagiert auf ihren jeweiligen Läufer…

Im weiteren Verlauf agieren die Läufer untereinander mit dem Gedanken an eine gemeinsame Partitur mit Spannungsbögen, Pausen, Höhepunkten, mit einem deutlichen Anfang und Ende.

5.
Wie beim vorigen Treffen stimmt die Gruppe einen Bordunton (Drone an, der als Teppich für wechselnde Soli dient. Auch hier kann die Gruppe über synchronisierte Dynamik und Blending den Solisten stützen und regelrecht pushen, indem sie ihm folgt (Bild: Seeanemone und Clownfisch).

6.
Luis an der Loop-Station: Don't Worry-be-Happy-Session als krönender Abschluss des Abends. Hier alle Stimmen einzeln: Worry PercWorry BassWorry Aufbau Backing Harmony
labor-d am 21.1.11 19:45


6.1.2011 – Labor Rike

1.
Stimm- und Körper-Warmups: Töne von der Decke, vom Boden holen. Töne anderen überreichen, schenken ... daraus einen Circlesong entstehen lassen.

2.
Der Raum ist die Partitur: bestimmte Plätze im Raum stehen für die jeweilige Aktion, wie Groove-Feld, Lange Töne, Solo, Ruhe.

3.
Pattern-Duetts: Als rhythmisches Geländer läuft im Hintergrund ein leichtes Pattern-Duetts-Percussions-Playback. Der "Hausmeister" der ersten Gruppe startet eine Phrase.

Rhythmisches Gehen auf den Viertelnoten schafft dabei Orientierung und Stabilität. — Erst, wenn er seine Phrase in Rhythmik, Intonation und Sound klar und deutlich gefunden hat, übernimmt seine Gruppe die Phrase. — Nicht zu früh mitsingen. Erst ein paar mal gut zuhören und erst innerlich still oder flüsternd mitsingen. So setzt ihr euch selbst und den Hausmeister nicht unter Druck und könnt in Ruhe seiner Phrase lauschen. Nach dem Übernehmen der Phrase achtet die Gruppe untereinander auf ihr "Blending" (einheitlicher Sound, "Seeanemone"). —

Dann entwickelt die zweite Gruppe ein Gegenpattern. — Dann stoppt die erste Gruppe ihr Pattern und entwickelt zum Pattern der zweiten Gruppe ein Gegenpattern... usw. — Beide Pattern laufen eine zeitlang immer verzahnt nebeneinander, wobei jeder versuchen kann, sowohl das Pattern der eigenen Gruppe zu genießen, als auch das Pattern der anderen Gruppe nicht aus dem Gehör zu verlieren, vielleicht sogar auch zu genießen.

4.
Pygmäen-Circle: Der jeweilige Hausmeister einer Sektion darf nur kurze Töne in nur einer Tonhöhe von sich geben und damit ein Pattern entwickeln. Dabei möglichst Luft lassen für die weiteren Sektionen. Oft reichen schon 2-3 Töne. —

Wenn es stabil läuft, übernimmt es die jeweilige Sektion wieder synchron. — Erst wenn die erste Sektion unisono rund läuft, beginnt der Hausmeister der zweiten Sektion mit kurzen Tönen im gleichen Sound aber in einer andern Tonhöhe und möglichst mit einem anderen, nicht rhythmisch parallel zur ersten Gruppe laufenden Pattern, usw.

5.
Beispiel für einen notierten Circlesong, mit einer Palette von verschiedenen chorischen Strukturen: "Joo-joo-joo" (transkribiert aus einer Session mit Bobby McFerrin). —

Ein relativ einfaches Thema, 3-stimmig harmonisiert auf die Tenor-, Alt- und Sopran-Sektion verteilt. Dann eine Bass-Rhythmus-Linie: Joo-1 — Dann ein zweites kontrapunktisches Thema 3-stimmig harmonisiert: Joo-2 — Dann wird das erste Thema wieder komplett gestoppt. Auch das zweite Thema bei Alt und Sopran wird gestoppt. Nur Bass und Tenor-Thema-2 läuft noch weiter. — Auf Tenor-Thema-2 addiert sich ein mehrstimmiger Kanon mit Alt und Sopran: Joo-3 Zuletzt wird der Bass-Groove gestoppt, so dass zum Abschluß nur noch der Kanon pur läuft.
labor-d am 9.4.11 13:02


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